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Kunstreise nach Venedig und in die südliche Lagune

 

Venedig 2011 002
In der Mosaikschule in Spilimbergo
Foto: Bößwetter

 

 

Seit Bestehen der Galerie wurden von Ursula Reinartz, die zum Vorstand des Galerie-Fördervereins gehört, in Zusammenarbeit mit der VHS zahlreiche Reisen in europäische Städte organisiert : nach Wien, Basel, Köln, St. Petersburg, Prag, Lissabon, Barcelona und in die flandrischen Städte.Jedesmal absolvierte die Reisegruppe ein umfassendes Kulturprogramm. Während die Besuche in den genannten Städten jeweils nur einmal stattfanden, wurden Venedigfahrten zur festen Einrichtung : alle zwei Jahre ist die Biennale das Ziel einer drei- oder viertägigen Fahrt. Jedesmal gibt es ein neues Rahmenprogramm für die Aufenthalte in der Lagunenstadt, so auch in diesem Jahr. Die Gesamtleitung der Reise lag wieder in den Händen von Ursula Reinartz, die künstlerische Leitung hatte
Dr. Gerda Madl-Kren übernommen. Der Anreisetag brachte eine Mittagspause in San Daniele. Dort, wo in nahezu jedem Haus der berühmte San-Daniele-Schinken produziert wird, konnten die Reisenden alles über die Schweinehaltung und Schinkenfertigung erfahren. Eine üppige Schinkenmahlzeit - natürlich mit friaulischem Wein - ergänzte die theoretische Unterweisung. Ein weiteres Erlebnis erwartete die Reisenden an diesem ersten Tag. In Spilimbergo, einer mittelalterlichen Stadt, erhielten sie Zutritt zu der weltbekannten Mosaik-Schule. Eine Führung erläuterte die Geschichte und die gegenwärtige Struktur dieser Schule. Hier werden junge Menschen aus aller Welt in einer dreijährigen Studienzeit zu Mosaikmeistern ausgebildet, die sowohl neue Mosaikarbeiten schaffen als auch antike Kunstwerke zu restaurieren in der Lage sind.
Der zweite Tag galt der Biennale, der alle zwei Jahre stattfindenden Kunstausstellung, die ihre Anfänge im Jahr 1894 hatte. Jede teilnehmende Nation stellt in einem eigenen Pavillon aus. So kam zu dem Kunstgenuss auch ein gehöriges Laufpensum, zumal ein Teil der Ausstellung im Arsenale, der ehemaligen Schiffswerft von Venedig, stattfindet. Der dritte Tag - die Koffer waren bereits wieder für die Heimfahrt im Bus verstaut - führte die Reisenden in den südlichen Teil der venetianischen Lagune. Im Museum der kleinen Fischerstadt Chioggia lernte man die Kunst des Städtchens und die Tradition der ortseigenen Segelmacherei kennen.
Einen letzten Höhepunkt bot die Bootsfahrt zur Insel Pellestrina. Auf dieser elf Kilometer langen und an manchen Stellen nur wenige hundert Meter breiten Insel wurde bereits 1744 eine Schutzmauer (murazzi) gebaut, mit dem Ziel, Venedig vor der Überflutung durch die Adria abzuschirmen. Die alte Mauer wird heute ergänzt durch das noch im Bau befindliche Projekt MOSE, das Hochwasserschutz mit Hilfe moderner Technologie gewährleisten soll. So wie die Stadt Venedig gehören auch die Orte der südlichen Lagune und die "murazzi" seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Auch hier in Pellestrina rundete ein gemeinsames Essen mit pesche e vino die Besichtigung ab. Ort dafür war eine Gaststätte, in der Donna Leons Commissario Brunetti in dem Buch "Das Gesetz der Lagune" am Tresen gestanden hatte.
An Ursula Reinartz und Gerda Madl-Kren gingen herzliche Dankesworte für die gut organisierte Reise und die zahlreichen aktuellen Erläuterungen zur Kunst und Geschichte dieser einzigartigen Stadt und ihrer Umgebung.

 

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