Fenster schliessen

  

Goldohrring und Bajuwarenschwert - Bruckmühl am Ende der Merowingerzeit
und Bilder des Bruckmühler Malers Hans Bob
Ausstellung vom 16.12.2007 bis 3.2.2008

Im Jahr 2003 stieß man bei Straßenbauarbeiten im Gemeindebereich von Bruckmühl auf einen  frühmittelalterlichen Friedhof, den die Archäologen in die Zeit von 650 bis 725 nach Christus datieren. Kostbare goldene Schmuckstücke, Waffen und Bestandteile von Gewändern wurden freigelegt, aus denen man Rückschlüsse auf eine wohlhabende Bevölkerung der späten Merowingerzeit ziehen
kann. Diese vom Landesamt für Denkmalpflege restaurierten Exponate werden in der Galerie des Marktes Bruckmühl auf  2 Etagen gezeigt.Vorträge von Wissenschaftlern des Landesamtes für Denkmalpflege erläutern den archäologischen und historischen 
Ohrring2Hintergrund. An zwei Aktionstagen werden mittelalterliche Handwerkskünste vorgeführt.

Bei den Funden befanden sich goldene  Ohrringe, woraus eine sehr gut gefertigte Replik  als Anhänger für eine Halskette entstanden ist. Diese Museumsreplikate werden in der Galerie zum Verkauf angeboten und zwar in zwei Variationen, einmal mit einem Granat (Bild), einmal mit einem Turmalin im Zentrum. Der Schmuck ist aus 925er Silber gefertigt und Gold platiert  Der Preis beträgt für den Granatanhänger 39,-- Euro, für den Turmalinanhänger 49,-- Euro. Auch gibt es eine Vielzahl von Ketten aus Schmucksteinen in unterschiedlichen Preislagen, die mit einem der Anhänger versehen sind.
Noch bis zum 25. November sind die Schmuckstücke zu den Öffnungszeiten in der Galerie zu erwerben, ab 16. Dezember wieder in der Galerie. In der Pause zwischen den Ausstellungen erfolgt Auskunft über die Marktgemeinde Bruckmühl, Telefon 08062-590.

Zu den Ausgrabungsfunden an der Staatsstraße und zur Ausstellung in der Galerie ist das Buch
Goldohrring und Bajuwarenschwert - Bruckmühl am Ende der Merowingerzeit
von Grietje Suhr und Hubert Fehr erschienen. Das Buch enthält Beiträge von Martin Hirsch, Walter Irlinger, Britt Nowak-Böck und Martin Pietsch. Schwerpunktmäßig befasst sich das Buch mit den Ausgrabungsfunden, bringt aber auch in verschiedenen Beiträgen Informationen über die frühe Geschichte Bruckmühls. Das Buch ist während der Öffnungszeit in der Galerie erhältlich.

 

Im Dachgeschoss des Galeriegebäudes sind Bilder des Bruckmühler Malers Hans Bob zu sehen, die den besonderen Reiz der Landschaft des Mangfalltales zeigen. So schlägt das Konzept der Ausstellung eine Brücke zwischen dem Gestern und Heute.

Hans Bob, der 2006 im Alter von 94 Jahren verstarb, war leidenschaftlicher Maler. In unzähligen Arbeiten hat er das Mangfalltal und Bruckmühl mit den benachbarten Ortschaften dargestellt - in Aquarell, Öl und anderen Techniken. Immer gelingt es ihm, die Stimmung der sich mit den Jahreszeiten verändernden Landschaft einzufangen, und man spürt in den Arbeiten seine Liebe zur Natur. Den Bruckmühlern gilt er gleichsam als Chronist, der die historische Entwicklung ihrer Umgebung im Bild festgehalten hat. Dass sein Themenkreis weit über die Darstellung Bruckmühler Motive hinausgeht, belegen drei neu erstellte Broschüren, in denen die Tochter J. Bob-Fuchs viele Werke ihres Vaters fotografisch  dokumentiert hat. Diese Kataloge liegen zur Ansicht und zur Bestellung in der Galerie auf.

 

Fenster schliessen