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DEM HEIL SO NAH

GNADENSTÄTTEN UND WALLFAHRTEN
IM AIBLINGER LAND

Unsere Kulturlandschaft ist geprägt von sakralen Stätten, an denen die Menschen sich dem Göttlichen näher fühlen. Sie besuchen diese Orte, um dort Kraft zu schöpfen und Hilfe zu erlangen. Das Aiblinger Land ist besonders reich an diesen Gnaden- und Wallfahrtsstätten. An erster Stelle stehen die Mariengnadenorte Tuntenhausen und Weihenlinden. Sie sind bis heute Ziel vieler Wallfahrer und von überregionaler Bedeutung. Daneben gab und gibt es aber auch eine Reihe von kleineren Gnadenstätten, die historisch oftmals bedeutend waren, heute aber eher vergessen sind. Ihnen ist vor allem diese Ausstellung gewidmet. Anhand von zahlreichen Exponaten, von denen viele erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden, wird am Beispiel des Dekanats Bad Aibling dem Phänomen Wallfahrt und Gnadenbild nachgespürt. Die ausgestellten Objekte sind sprechende Zeugnisse einer religiösen Kultur, die seit Jahrhunderten das Leben der Gläubigen prägt. So erzählen Votivtafeln in ihrer direkten Bildsprache vom Alltag und der Frömmigkeit der Menschen und lassen Nöte, Ängste und Hoffnungen vergangener Generationen lebendig werden. Aber auch große Ereignisse der Geschichte und gesellschaftliche Umbrüche finden ihren Widerhall im vielfältigen Wallfahrtsbrauchtum der Region. Dass die Suche nach göttlichem Beistand und heiligen Orten für die Menschen auch heute noch von großer Bedeutung ist, zeigen unter anderem moderne Devotionalien und der zeitgenössische Blick auf einen alten Pilgerweg.

Silbervotive, 18./19. Jh., Hl. Kreuz, Thann

Szene aus der Zeit der Napoleonischen Kriege, 18./19.Jhdt., Weihenlinden

Messgewand, Weihenlinden
Maria vom Guten Rat mit den drei Pilgern, St. Sebastian, Bad Aibling, 1780

Votivbild aus Hl. Kreuz,Thann, 1755

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