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 "Hyperlink zum Himmelreich"

Galerie Markt Bruckmühl: Heimatliche Ausstellung über Glaube, Kunst und Tradition

Bruckmühl - Im Beisein von Dekan Thomas Gruber mit zahlreichen Geistlichen aus den 22 Pfarreien des Dekanats Bad Aibling sowie vieler interessierter Besucher eröffnete Bürgermeister Franz Heinritzi am dritten Adventssonntag in der Galerie Markt Bruckmühl die Ausstellung  "Dem Heil so nah - Gnadenstätten und Wallfahrten im Aiblinger Land" - eine Ausstellung von ganz besonderer Art. Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich bewegt und erfreut über die einmalige Ausstellung in seiner Gemeinde und bezeichnete sie als einen "Hyperlink zum Himmelreich" .
Bild von der Weihenlindener Leonhardifahrt . Mitte 19. Jhdts.

CSU - Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl unterstrich in ihrem Grußwort, dass die Ausstellung den Markt Bruckmühl auf ganz besondere Weise ehre und dass das Christentum in unserer Gesellschaft tief verwurzelt sei. Im Wunsche zur Nähe Gottes hätten die Menschen bildliche Darstellungen der Dankbarkeit gebraucht, diese seien kunstvoll gearbeitete sakrale Objekte, die zu Wallfahrten anregten.

Dr. Christoph Kürzeder, der das Ausstellungskonzept erarbeitet hat, wies bei der Einführung auf eine für ihn "erstaunliche" Entdeckung, hin: Er habe neben den bekannten Wallfahrtszentren Tuntenhausen, Weihenlinden und Lippertskirchen einen "ungeahnten" Reichtum an weniger bekannten lokalen Gnadenstätten in der näheren Umgebung Bruckmühls beziehungsweise innerhalb der Grenzen des Dekanats Bad Aibling entdeckt.

So sei er auf die Idee gekommen, anhand dieser heute teilweise vergessenen Gnadenorte des Dekanats den Phänomenen Bildverehrung und Wallfahrt nachzuspüren.

Über drei Stockwerke werden die einmaligen Exponate aus den Gnadenorten des Dekanats sowie aus Privatbesitz gezeigt. Das Aiblinger Land sei besonders reich an historischen Wallfahrtsorten und Gnadenstätten. Die Votivgaben erinnerten in Dankbarkeit an Hilfe in der Not (wie Unfall, Krankheit, Kinderwunsch, Geburt, Depression und Feuer). Wunder, Dank und Erinnerung seien die drei Elemente der Gnadenbildverehrung.

Das große Votivbild im Eingangsbereich der Galerie beispielsweise hatten die Bewohner von Dettendorf 1801 ihrem Kirchenpatron, dem heiligen Korbinian, gestiftet,. nachdem sie vor plündernden französischen Soldaten im Jahre 1800 verschont geblieben waren. Viele dieser bildhaften Zeugnisse der Dankbarkeit seien in der Ausstellung zu finden, deren eigentliche Heimat die Kirchen und Kapellen des Dekanats sind. Bürgermeister Franz Heinritzi bei der Ausstellungseröffnung

An vielen Orten sei beispielsweise der heilige Leonhard zu sehen, der einer überwiegend bäuerlichen Bevölkerung als Viehpatron zur Seite stehe. An erster Stelle stehe aber Maria in den großen drei Wallfahrtsorten des Aiblinger Landes. Eine wahre Entdeckung seien die vielen kleinen marianischen Gnadenstätten des Dekanats, allen voran die Kirche von Oberreit .und die Taxakapelle in Au. Auf den ausgestellten Votivbildern begegne man Menschen in existenziellen Ausnahmesituationen von Krankheit, Krieg, Missernte, Feuer, Angst und Hoffnungslosigkeit. Dabei vertrauten die Menschen auf göttliche Hilfe.
Dr. Kürzeder dankte Andreas Legath, der die Ausstellung "ins Rollen" gebracht habe und den zahlreichen Helfern, darunter der Restaurator Westermeier. Anschließend lud Dr. Kürzeder die Besucher zu einem Rundgang durch die Ausstellung über die "sprechenden" Zeugnisse der religiösen Kultur ein, die vom Alltagsleben und der Frömmigkeit der Menschen erzählen und die die Nöte, Ängste und Hoffnungen vergangener Generationen erahnen lassen.
man

 

aus Manfallbote 13.Dez.2011 FOTOS: Mann

 

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