Galerie Markt Bruckmühl
Galerie Markt Bruckmühl

Saat und Ernte eines Künstlers

Vortrag von Dr. Gerda Madl-Kren

12. November 2017

Wieder einmal war der große Raum der Galerie voll besetzt, auch dieses Mal mussten zusätzliche Stühle aus der gegenüberliegenden VHS geholt werden An die vierzig Personen konnte VHS-Mitarbeiterin Petra Beck  zur gemeinsamen Veranstaltung von VHS Bruckmühl und dem Förderverein der Galerie begrüßen, bei der die Referentin zu dem Thema "Saat und Ernte eines Künstlers, Früh- und Spätwerke im Gegenüber" sprach. Einmal mehr imponierte Dr. Gerda Madl-Kren durch ihr großes Wissen, ihre umfangreiche Recherche und ihren lockeren Vortragsstil.
Anhand vieler Bildbeipiele erläuterte die Referentin den Werdegang, den Künstler von ihrem ersten Bild bis zum letzten kurz vor Lebensende nehmen. Welten der Gestaltungskunst liegen meistens dazwischen, Rembrandt zum Beispiel malte und zeichnete als junger Mann äußerst akribisch, in späteren Jahren wurde der Pinselstrich grober, die Bildgestaltung einfacher. So verlor Rembrandt gegen Ende seines Lebens seine Auftraggeber und verstarb in Armut. Zwar trat der Effekt nicht bei allen Künstlern auf, aber vielen Arbeiten merkt man an, dass die Älteren glauben, sich nichts mehr beweisen zu müssen. Picassos Malstil wurde nach seinen Jugendbildnissen immer einfacher. Man schreibt ihm den Ausspruch zu "Ich habe vierzig Jahre gebraucht, um zu zeichnen wie ein Kind".
Des weiteren erläuterte der Vortrag die Entwicklungen der Künstler Alexej von Jawlensky, Christo und Jeanne Claude, Andy Warhol und besonders der weiblichen Künstlerinnen Georgia O`Keeffe und Maria Lassnig. Von Maria Lassnig gibt es ein sorgfältiges, "schön" gezeichnetes Selbstporträt aus frühen Jahren, dagegen eine Altersdarstellung in einfachen Strichen, in der sie mit dem Tod tanzt.
 

Text:  Ute Bößwetter, Fotos: Hildburg Schönsee und W. Hörl

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Galerie Markt Bruckmühl